Ausgefallene Eissorten
Ungewöhnliche Kombinationen für alle, die mehr probieren möchten als Vanille, Schokolade und Erdbeere.
Ausgefallene Eissorten leben von Kontrasten: süß und salzig, cremig und frisch, fruchtig und kräuterig. Wer eine Eismaschine besitzt, kann solche Kombinationen in kleinen Mengen ausprobieren und die Aromen deutlich feiner steuern als bei fertigem Eis aus dem Supermarkt.
Die folgenden Ideen sind bewusst als Inspiration gedacht, nicht als starre Rezepte mit Grammangaben. Nutzen Sie eine bewährte Grundmasse, kühlen Sie sie gründlich durch und aromatisieren Sie lieber vorsichtig nach. So entstehen ungewöhnliche Eissorten, die spannend schmecken, aber ausgewogen bleiben.
10 ungewöhnliche Eissorten-Ideen
Basilikum-Zitrone
Basilikum-Zitrone schmeckt frisch, grün und deutlich erwachsener als klassisches Zitroneneis. Am besten ziehen die Basilikumblätter kurz in der warmen Basis oder werden fein mit Zitronensaft püriert, bevor die Masse gut gekühlt in die Eismaschine kommt.
Lavendel-Honig
Lavendel-Honig ist eine elegante Sorte für alle, die florale Aromen mögen. Wichtig ist eine zurückhaltende Dosierung: Lavendel sollte nur eine duftige Note geben, während Honig die Süße abrundet und dem Eis einen weichen Schmelz verleiht.
Olivenöl-Vanille
Olivenöl-Vanille verbindet cremige Vanille mit einer feinen, leicht pfeffrigen Fruchtigkeit. Verwenden Sie ein mildes, hochwertiges Olivenöl und rühren Sie es erst in die abgekühlte Grundmasse, damit das Aroma klar und nicht bitter wirkt.
Tomate-Basilikum
Tomate-Basilikum ist ungewöhnlich, funktioniert aber besonders gut als leichtes Sorbet oder als kleiner Zwischengang. Reife, aromatische Tomaten werden fein püriert und mit etwas Säure balanciert; Basilikum bringt die herzhafte Frische dazu.
Schwarzer Sesam
Schwarzer Sesam ergibt ein nussiges, tiefes Eis mit markanter Farbe. Gerösteter Sesam oder Sesampaste passt besonders gut zu einer Milch- oder Kokosbasis und sollte gründlich eingemixt werden, damit die Textur fein bleibt.
Ziegenkäse-Feige
Ziegenkäse-Feige ist cremig, leicht salzig und fruchtig-süß zugleich. Milder Ziegenfrischkäse lässt sich in eine Sahne- oder Joghurtbasis einarbeiten; Feigenkompott oder fein gewürfelte Feigen werden am Ende locker untergezogen.
Rosmarin-Honig
Rosmarin-Honig wirkt mediterran und passt besonders gut zu einer schlichten Milcheisbasis. Lassen Sie den Rosmarin nur kurz ziehen und seihen Sie ihn wieder ab, damit das Eis aromatisch bleibt, ohne harzig zu schmecken.
Gebrannte-Mandel-Rosmarin
Gebrannte-Mandel-Rosmarin schmeckt nach Jahrmarkt, bekommt durch das Kraut aber eine spannende herbe Kante. Die Mandeln können karamellisiert, grob gehackt und erst kurz vor Ende der Rührzeit zugegeben werden, damit sie Biss behalten.
Matcha-weiße-Schokolade
Matcha-weiße-Schokolade kombiniert herbe Tee-Noten mit cremiger Süße. Matcha sollte glatt angerührt werden, bevor er in die Basis kommt; weiße Schokolade bringt Körper und nimmt der Sorte die strenge Bitterkeit.
Karamell-Fleur-de-Sel
Karamell-Fleur-de-Sel ist weniger experimentell als elegant: dunkles Karamell, cremige Basis und eine feine Salzspitze. Das Salz kommt sparsam dazu und hebt die Röstaromen, ohne das Eis herzhaft wirken zu lassen.
So entwickeln Sie eigene Kombinationen
Außergewöhnliche Eissorten selber machen beginnt mit einer einfachen Frage: Soll das Eis cremig, fruchtig, frisch oder eher dessertartig schmecken? Kräuter, Tee, Gewürze und salzige Akzente wirken in kleinen Mengen oft stärker als erwartet. Deshalb lohnt es sich, die Basis erst mild zu aromatisieren und vor dem Gefrieren kalt abzuschmecken.
Wenn Sie sich herantasten möchten, starten Sie mit bekannten Rezepten und verändern nur eine Komponente. Ein Pistazieneis verträgt zum Beispiel eine leichte Zitrusnote, Stracciatella-Eis passt zu Minze oder Kaffee, veganes Kokoseis harmoniert mit Sesam oder Matcha und ein Mango-Sorbet wird mit Chili, Limette oder Basilikum sofort spannender.